Technologie

 

 





reticoat Technologie
bedient sich ausgereifter und bewährter Methoden und Verfahren um die funktionellen und ästhetischen Eigenschaften von Werkstoffoberflächen zu verbessern, bzw. zu bewahren, hohe Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten und Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit zu optimieren.

Erneuerbare, lokale Rohstoffquelle - Nadelholz

Hauptbestandteil von reticoat  ist ein Oligomer aus 1,2 Epoxydipentensilan welcher aus Terpentinöl- ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Zellulose aus Nadelholz- gewonnen wird. Aus dem anfallenden Sulfat-Terpentin wird durch Wasserdampfdestillation und Vakuumdestillation dessen Hauptbestandteile – alpha- und beta- Pinen gewonnen, durch Isomerisierung in  racemisches Dipentene überführt, zu Dipenten 1,2 epoxid oxidiert und anschließend zu 1,2-Epoxydipentensilan hydrosilyliert. Durch gezielte Syntheseführung wird 1,2-Epoxydipentensilan hydrolisiert und zu einem wasserfreien, monomerfreien, lagerstabilen Oligomer mit einem Molekulargewicht ­>1000 kondensiert ,gereinigt und getrocknet.

 

Als gewichtige Vorteile bei der Nutzung dieser Rohstoffquelle können genannt werden:

Schonung fossiler Rohstoffe

Versorgungssicherheit, hoher Grad an Unabhängigkeit

Öko-toxikologische Unbedenklichkeit

Öko-Effizienz

Schaffung neuer Arbeitsplätze mit Standortbindung

Reduktion des Treibhauseffekts

Kurze Transportwege

Geringe Sicherheitsrisiken

Nachhaltigkeit-Nutzung eines regenerierbaren Systems

 

Reichlich vorhandene mineralische Rohstoffe-Sand

Zur Matrixverstärkung - Härte, Kratzfestigkeit, Abriebfestigkeit ,verbesseter Barriereigenschaft- wird blättchenförmiger,kristalliner nanoskaliger,modifizierten Korund eingesetzt. Damit wird eine kovalente Bindung mit dem Bindemittel ereicht..Aus Kostengründen und der Schleifbarkeit wegen wird für Grundierungen und  für Basecoats nanoskaliges modifiziertes Siliziumdioxyd  verwendet. Nanoskalige , modifizierte Pigmente ( < 1000 nm ) werden für  Basecoats. verwendet

 

 

Damit werden weitere wichtige Vorteile gegenüber kommerziellen UV-Lacken erzielt, wie

 

Hohe Oberflächenhärte

Hohe Transparenz

Keine Agglomeration während der Lagerung

Keine Freisetzung von Nanopartikel bei Schleifarbeiten

Hohe Witterungsbeständigkeit

Niedrige Viskosität trotz hohen Anteil an Nanopartikeln

 

                  Fotoinitiator

 

Als Initiator wird in geringen Mengen -< 1% - eine blockierte Säure eingesetzt, die durch die Belichtung und / oder Wärmezufuhr aktiviert wird. Das Proton der Säure bewirkt die Öffnung des Oxiran-Rings und die Kondensation des Silanols , was in der Folge zu einer dichten Vernetzung führt. Der Fotoinitiator enthält  noch einen höchst aktiven Fotosensibilisator der eine vollständige Aushärtung der Beschichtung auch bei Einwirkung von Sonnenlicht zulässt. Der Fotoinitiator ist schwermetallfrei,  benzolfrei und geruchsarm.

 

reticoat  Organisch-Anorganischer Hybrid Kompositlack

 

 ist eine wasserfreie, lagerstabile, geruchsarme, lösemittelfreie kolloiddisperse Lösung.

Die Lieferviskosität liegt je nach Anwendungsbereich bzw. Applikationstechnik zwischen 100 -500 mPa.s. bei 25°C

 

 

Auftragsverfahren

 

Die Applikation ist mit den in der Lacktechnik üblichen Verfahren wie Spritzen, Walzen, Drucken etc.möglich.

 Die Auftragsmengen liegen normalerweise zwischen 1-5 g/m² was deutlich unter den Auftragsmengen kommerzieller UV-Lacke liegt. Trotzdem werden damit Eigenschaftswerte erzielt, die weit über den Werten konventioneller UV-Lacke liegen.

 

 

Trocknung

 

Die Trocknung bzw. Vernetzung erfolgt sowohl über eine kationische Polymerisation wie auch über eine anorganische Kondensation

Die Aktivierung des Fotoinitiators erfolgt durch Strahlung oder durch thermische Einwirkung.

Als Strahlungsquellen können beliebig geeignete Lichtquellen eingesetzt werden, die im Wellenbereich 300 -500 Nanometer genügend intensive Strahlung emittieren. –Quecksilberhochdrucklampen ,Quecksilbermitteldrucklampen, Xenonlampen, Sonnenlicht  etc.

Eine vorgeschaltete IR-Bestrahlung wirkt sich vorteilhaft auf die Trocknungszeiten aus.

Die Vernetzung  des multifunktionellen Bindemittels verläuft äußerst rasch und fast vollständig ab. Der Gesamtpolymerisationsgrad liegt über 96% und die UV- Härtungszeiten liegen  im Bereich der UV-Härtung von Acrylaten.

 

Im Vergleich zur radikalischen Vernetzung ermöglicht dieses Verfahren folgende Verbesserungen:

Geringe Geruchsbelastung

Keine Sauerstoffinhibierung

Lichthärtung möglich

Die Volumenkontraktion bei dieser Härtung ist gering.

 

 

 

Eigenschaften des Trockenfilms

 

a.Haftfestigkeit

 

Während der Aushärtung bildet sich  eine dreidimensionale Matrix mit reaktiven SiOH  Gruppen. Diese bilden mit  dem Untergrund kovalente Bindungen und sorgen zusammen mit der geringen Schrumpfung für sehr gute Haftung auf den meisten Substraten. Auch dies wieder ein gewichtiger Vorteil gegenüber konventionellen UV-Lacken.

 

b.Abriebfestigkeit

 

Der Abrieb-(Taber Test nach DIN 68861 50U)-beträgt < 0,5mg im Vergleich zu konventionellen UV-Lacken 2-3mg.

 

c.Kratzfestigkeit

 

Der Stahlwolle Test (000) hinterlässt keine sichtbaren Spuren und keine messbaren Unterschiede im Glanz.

 

d.Oberflächenhärte / Flexibilität

 

Die Ritzhärte ist hoch –Bleistifthärte >7-obwohl ausreichende Elastizität gegeben ist

 

e.Chemikalienbeständigkeit

 

Das System ist außergewöhnlich beständig. Mit der Ausnahme von starken Alkalien ist der Trockenfilm gegen fast alle

Chemikalien resistent. Nach DIN 68861 Teil 1 wird 1A Bewertung  erreicht.

 

f.Witterungsbeständigkeit

 

QUV-Bewitterung              1000h         kein Glanzverlust

 

g.Korrosionsbeständigkeit-Stahl

 

Salzsprühnebelprüfung  5000h          keine Beschädigungen oder Beeinträchtigung