Technologie
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Damit werden weitere wichtige Vorteile gegenüber kommerziellen UV-Lacken erzielt, wie
Hohe Oberflächenhärte
Hohe Transparenz
Keine Agglomeration während der Lagerung
Keine Freisetzung von Nanopartikel bei Schleifarbeiten
Hohe Witterungsbeständigkeit
Niedrige Viskosität trotz hohen Anteil an Nanopartikeln
Fotoinitiator
Als Initiator wird in geringen Mengen -< 1% - eine blockierte Säure eingesetzt, die durch die Belichtung und / oder Wärmezufuhr aktiviert wird. Das Proton der Säure bewirkt die Öffnung des Oxiran-Rings und die Kondensation des Silanols , was in der Folge zu einer dichten Vernetzung führt. Der Fotoinitiator enthält noch einen höchst aktiven Fotosensibilisator der eine vollständige Aushärtung der Beschichtung auch bei Einwirkung von Sonnenlicht zulässt. Der Fotoinitiator ist schwermetallfrei, benzolfrei und geruchsarm.
reticoat Organisch-Anorganischer Hybrid Kompositlack
ist eine wasserfreie, lagerstabile, geruchsarme, lösemittelfreie kolloiddisperse Lösung.
Die Lieferviskosität liegt je nach Anwendungsbereich bzw. Applikationstechnik zwischen 100 -500 mPa.s. bei 25°C
Auftragsverfahren
Die Applikation ist mit den in der Lacktechnik üblichen Verfahren wie Spritzen, Walzen, Drucken etc.möglich.
Die Auftragsmengen liegen normalerweise zwischen 1-5 g/m² was deutlich unter den Auftragsmengen kommerzieller UV-Lacke liegt. Trotzdem werden damit Eigenschaftswerte erzielt, die weit über den Werten konventioneller UV-Lacke liegen.
Trocknung
Die Trocknung bzw. Vernetzung erfolgt sowohl über eine kationische Polymerisation wie auch über eine anorganische Kondensation
Die Aktivierung des Fotoinitiators erfolgt durch Strahlung oder durch thermische Einwirkung.
Als Strahlungsquellen können beliebig geeignete Lichtquellen eingesetzt werden, die im Wellenbereich 300 -500 Nanometer genügend intensive Strahlung emittieren. –Quecksilberhochdrucklampen ,Quecksilbermitteldrucklampen, Xenonlampen, Sonnenlicht etc.
Eine vorgeschaltete IR-Bestrahlung wirkt sich vorteilhaft auf die Trocknungszeiten aus.
Die Vernetzung des multifunktionellen Bindemittels verläuft äußerst rasch und fast vollständig ab. Der Gesamtpolymerisationsgrad liegt über 96% und die UV- Härtungszeiten liegen im Bereich der UV-Härtung von Acrylaten.
Im Vergleich zur radikalischen Vernetzung ermöglicht dieses Verfahren folgende Verbesserungen:
Geringe Geruchsbelastung
Keine Sauerstoffinhibierung
Lichthärtung möglich
Die Volumenkontraktion bei dieser Härtung ist gering.
Eigenschaften des Trockenfilms
a.Haftfestigkeit
Während der Aushärtung bildet sich eine dreidimensionale Matrix mit reaktiven SiOH Gruppen. Diese bilden mit dem Untergrund kovalente Bindungen und sorgen zusammen mit der geringen Schrumpfung für sehr gute Haftung auf den meisten Substraten. Auch dies wieder ein gewichtiger Vorteil gegenüber konventionellen UV-Lacken.
b.Abriebfestigkeit
Der Abrieb-(Taber Test nach DIN 68861 50U)-beträgt < 0,5mg im Vergleich zu konventionellen UV-Lacken 2-3mg.
c.Kratzfestigkeit
Der Stahlwolle Test (000) hinterlässt keine sichtbaren Spuren und keine messbaren Unterschiede im Glanz.
d.Oberflächenhärte / Flexibilität
Die Ritzhärte ist hoch –Bleistifthärte >7-obwohl ausreichende Elastizität gegeben ist
e.Chemikalienbeständigkeit
Das System ist außergewöhnlich beständig. Mit der Ausnahme von starken Alkalien ist der Trockenfilm gegen fast alle
Chemikalien resistent. Nach DIN 68861 Teil 1 wird 1A Bewertung erreicht.
f.Witterungsbeständigkeit
QUV-Bewitterung 1000h kein Glanzverlust
g.Korrosionsbeständigkeit-Stahl
Salzsprühnebelprüfung 5000h keine Beschädigungen oder Beeinträchtigung